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Geschichte des Sängermuseums |
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Das Sängermuseum ist dem geistigen Erbe des 1945 zerstörten Deutschen Sängermuseums in Nürnberg verpflichtet. Das erblickte am 4. Oktober 1925 im ehemaligen Kloster bei der Nürnberger Katharinenkirche das Licht der Welt. Neben musealen Sachzeugen und literarischen Dokumenten fand sich dort bald auch kulturgeschichtlich wertvolles Archivgut zum Vereinsleben der Sänger und zum Wirken schöpferischer Musiker. Dazu gesellte sich eine umfängliche Autographensammlung. Das Museum zerbarst im Bombenhagel. Nur wenige ausgelagerte Restbestände blieben erhalten. 1979 unterbreitete der Gesang- und Musikverein Feuchtwangen den Vorschlag für ein Sängermuseum des Fränkischen Sängerbundes. Die Idee reifte zur Tat. 1989 begann der Umbau des dafür vorgesehenen Gebäudes. 1991 eröffnete der bayerische Kultusminister Hans Zehetmair offiziell das inzwischen fertiggestellte und zweckentsprechend hergerichtete Haus. In den neunziger Jahren übergaben die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC) – das ist der Dachverband aller deutschen Chorverbände – und der Deutsche Sängerbund (DSB) Bestände an die Feuchtwanger Einrichtung. Dazu kamen etliche Vereinsüberlieferungen. Nachlässe von Tondichtern erhielten ihren Platz, u. a. von Walter Rein, Waldemar Klink, Ursula Barthel und Hermann Erdlen, aber auch von Musikwissenschaftlern, wie Konrad Ameln und Klaus Blum. Die durch Kriegsfolgen dezimierte Autographensammlung des ehemaligen Deutschen Sängermuseums gelangte im Jahre 1997 aus dem Stadtarchiv Essen ins mittelfränkische Feuchtwangen. Nach der politischen Wende 1989/90 entwickelte sich in Feuchtwangen auch zum Hort für Archivalien und Literatur aus DDR-Chören und ihrem Umkreis, wenn auch noch in bescheidenem Umfang. Wer um die Vielfalt der Quellen wusste, wollte sie nicht in einer wissenschaftlichen Schublade ablegen. Feuchtwangen geriet ins interdisziplinäre Visier. Der Blick in Richtung einer Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesen öffnete sich.
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