| Frauenchor „Nova Luna“ gestaltete Sommernachtskonzert in Feuchtwangen |
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Mit vorwiegend jungen Stimmen – Saal im Sängermuseum bis zum letzten Platz besetzt. Der neu formierte Frauenchor „Nova Luna“ befindet sich nach einer intensiven Neufindung wieder im Aufwind, wie es die Damen der Vorstandschaft ausdrückten. Die Mitgliederzahl sei im Steigen und der bis zum letzten Platz besetzte Konzertsaal des Sängermuseums zeigte das Interesse der Öffentlichkeit an der musikalischen Arbeit der Gesangsgruppe aus vorwiegend jungen Frauenstimmen, hieß es. So konnte die Initiatorin, Hausherrin und Hauptsponsorin des Sängermuseums, Helma Kurz beim obligatorischen Sommernachtskonzert die Gäste zu einem bunten Strauß goldener Evergreens begrüßen. Sie freue sich sehr über die vielen Besucher. Helma Kurz machte darauf aufmerksam, dass das Sängermuseum keinerlei öffentliche Gelder zur Verfügung stünden. Es lebe allein von den Stiftungsmitteln weniger Institutionen und Spenden von Privatpersonen. Chorleiter Werner Jakob, Musikpädagoge an der Realschule in Feuchtwangen, leistete nicht nur als Dirigent gute Arbeit. Mit knappen Informationen zu den dargebotenen Stücken und launigen Bemerkungen führte er auch kurzweilig durch das Programm. „Danke für die Musik. Danke für die Lieder, die ich singen darf. Danke für all die Freude, die sie mir bringen. Was wäre mein Leben ohne Gesang, den Tanz, die Musik?“ – diese Textpassage aus dem Song „Thank you for the music“ aus dem Musical „Mamma Mia“ sei für die Arbeit des Chores Prinzip und Motivation zugleich, legten die Vertreterinnen der Gruppe dar. Die Freude am Singen, am sich Hineinfallenlassen in romantische Schlagerklänge, sowie eine intensiv gepflegte Geselligkeit seien die tragenden Elemente ihres Chorlebens. Man sei optimistisch, dass sich zu dem von Sopran und Mezzosopran getragenem Chor bald ein paar zusätzliche Altstimmen gellten und man wünsche sich sehnlichst einen ehrenamtlichen Pianisten zur stützenden Begleitung bei den vielen Chorproben. Ebenso seien zusätzliche Sponsoren sehr willkommen, um die junge Pflanze zu einem starken Baum im Feuchtwanger Chorleben werden zu lassen. Das meist dreistimmig vorgetragene Programm wurde sehr gekonnt von Erwin Riedhammer, einem ehemaligen Musiklehrers des Gymnasiums Dinkelsbühl, am Klavier bekleidet. Es begann mit Ausschnitten aus der Gospelmesse von Lorenz Maierhofer: „Body and soul“, „There is one more day“ und „Now at the name of Jesus“ wurden exakt, aber noch etwas verhaltenvorgetragen. Man spürt förmlich den hohen Grad der Konzentration. Es folgten, unter der Rubrik „Celtic folksongs“, „Morning has broken“ von Cat Stevens klangvollen, vokalistischen Füllpassagen zwischen den einzelnen Strophen und „Es war im Monat Mai“, eine traditionelle Volksweise, die unter dem Titel „Le mois de mai“ in der Bretagne zu Hause ist und von einem traurigen Abschied aus dem Elternhaus erzählt. Mit dem in typisch brasilianischem Sambarhythmus temperamentvoll vorgetragenes Lied „Quando, quando, quando“ von Tony Renis aus Mailand und „Sway“, von Pablo Ruiz, in einer zwischen Rumba und Cha-Cha-Cha angesiedelten, Interpretation wurde der Bereich des „Latin feeling“ berührt, bevor in einem Potpourri bunter Mittelmeerklänge, unter anderem durch „Weiße Rosen aus Athen“ von Manos Hadijdakis und Südseemelodien, das Fernweh und die Träume der Sängerinnen förmlich spürbar wurden. Nur zu gerne ließen sich die Zuhörer auf diese Reise nach Italien, Griechenland, Lateinamerika und in die Südsee mitnehmen. Das Stück „Mein kleiner grüner Kaktus“ von Bert Reisfeld und Albrecht Marcuse, der Slowfox „Bel ami“ von Theo Mackeben und „Liebling, mein Herz lässt dick grüßen“ aus der Tonfilmoperette „Die drei von der Tankstelle“ entführten die Zuhörer dann in herzerfrischender, beschwingter Tonfülle ins Comedian-Harmonists-Millieu der dreißiger Jahre. Es folgte eine Reihe gut artikulierter, schwungvoller Popsongs als Hommage an alle jungen und jung gebliebenen Gäste, bevor das Konzert mit „The best of Abba“ seien emotionalen und klanglichen Höhepunkt fand. Nach „I have a dream“, „Mamma mia“ und „Thank you for the music“ spendeten die Zuhörer begeisterten Beifall. Mit den Zugaben „Can´t help falling in love with you“ von Elvis Presley und der Wiederholung von Quando, quando, quando“, beides vom Chor „Nova Luna“ sehr gefühlvoll und in überzeugender Stimmharmonie vorgetragen, endete ein abwechslungsreicher und erbaulicher Chorkonzertabend in Feuchtwangen Zeitungsbericht von Volker Schmidt vom 24. Juni 2009 in der Fränkischen Landeszeitung |