| Der Kinderchor „Cantemus“ feierte Premiere |
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Erfüllung einer jahrelangen Vision Nachwuchs soll für den Chorgesang begeistert werden Feuchtwangen (vs) – Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat der neu gegründete Feuchtwanger Kinderchor „Cantemus“ mit Bravur bestanden. „Eine Vision ist heute für mich in Erfüllung gegangen!“ leitete Helma Kurz, Mitbegründerin und Hauptsponsorin des Sängermuseums, das Konzert ein. Zwanzig Jahre habe sie sich dafür eingesetzt, dass dem Feuchtwanger Gesang- und Musikverein, so Helma Kurz weiter, ein Jugendchor zur Seite gestellt werde, denn sehr viele Kinder sängen wirklich gern und könnte auch singen, wenn die nötige Hilfestellung gegeben werde. In Birgit Mathes und Carola Tank habe man nun endlich zwei geeignete Musikpädagoginnen für dieses erfreuliche Projekt gefunden. Gerade einmal fünf fröhliche, aber auch intensive Chorproben seit Mitte November mit anfänglichen, noch deutlich fluktuierenden Kindergruppen standen beide Grundschullehrerinnen zur Verfügung. Hieraus konnten Sie mit „Cantemus I“ und „Cantemus II“ nach Alter gestaffelte Singgruppen bilden und für die kurze Übergangszeit erstaunlich viele Lieder einstudieren. Zeitaufwendig sei ihre rein ehrenamtliche Aufgabe schon, wie Carola Tank ausführte, denn außer der eigentlichen Gesangsschulung gäbe es ja noch viel Organisatorisches zu erledigen, wobei man natürlich für die bereitwillige Unterstützung der Eltern sehr dankbar sei. Ein weiterer großer Dank gelte auch dem Sängermuseum, welches die Kosten für die vielen, immer wieder neu benötigten Notenblätter übernommen habe. Wichtig sei es, den Kindern für ihr späteres Leben den Zugang zum geselligen Chorsingen zu eröffnen und damit im weitesten Sinn auch Nachwuchsförderung zu betreiben. Dass das Chorsingen außerdem für die geistig-emotionalen und auch die sprachliche Entfaltung der Kinder sehr nützlich sei, erwähnte Carola Tank als weiteren wichtigen Aspekt für ihr Engagement. Doch letztlich entscheidend sei für sie und ihre musikpädagogische Kollegin Birgit Mathes die Freude am gemeinsamen Singen und das Bewusstsein, der Gemeinschaft einen gutenDienst zu tun. Norbert Schmidt, technischer und organisatorischer Leiter, begrüßte die Gäste. Er bedankte sich bei den Damen des Chores „Nova Luna“ für die weihnachtliche Ausschmückung des Saales und natürlich besonders bei den Chorleiterinnen. Es folgte eine bunte Mischung bekannter deutscher und internationaler Weihnachtsmelodien, von beiden Altersgruppen im Wechsel, und zum teil auch gemeinsam vorgetragen. Die jungen Sänger vom „Cantemus II“ boten mit andächtigem Eifer „Zumba zumba, welch ein Singen“, das italienische Weihnachtslied „Gataumba“ , „Dicke rote Kerzen“ und „Wer und wo und was und wann“. Wortkarten, rhythmisches Klatschen, Trommel, Tamburin, Gitarren- und Klavierbekleidung und ein sauber gespieltes Flötensolo von Federica Mildenberger. bereicherten den Auftritt. Die etwas älteren Akteure von“ Cantemus I“ zeichneten sich durch kräftige, tonsichere Kinderstimmen aus. Auf dem Programm standen „Wieder naht der heilige Stern“, „Der kleine Trommler“ sowie die englischen Weihnachtslieder „Lets sing a song of christmas“ , Jingle Bells. Benedikt Mathes und Sebastian Tank begleiteten einzelne Stücke mit der Trommel. Zwei alte Weisen aus dem 17. Jahrhundert „Als ich bei meinen Schafen war“ mit wechselndem Soli und „Maria durch ein Dornwald ging“ – sicher a capella gesungen – stellten besondere Anforderungen an den jungen Chor. Die zwischendurch gemeinsam mit den Zuhörern angestimmten deutschen Weihnachtslieder förderten nicht nur die Stimmsicherheit der kleinen sondern wurden auch geschickt zum unterbrechungsfreien Wechsel zwischen den beiden Gesangsformationen genutzt. Eine zusätzliche Aufheiterung erfuhr das Konzert durch den Gedichtvortrag „Die Christbaumspitz“ durch Julia Schmidtund die humorige hintergründige Weihnachtsgeschichte. „Der doppelte Weihnachtsmann“, die Carola Tankvortrug. Norbert Schmidt bedankte sich bei zum Schluss bei allen Beteiligten. Neue Herausforderungen, so Schmidt, warten im nächsten Jahr auf den jungen Chor: Ein Konzert unter dem Motto „An der Romantischen Straße“ sei in Rothenburg geplant, ein Muttertagkonzert gemeinsam mit dem Chor „Nova Luna“, ein Auftritt beim Kindermusiktagund ein Sommermusical. Sie hoffe, dass sich der zweite Teil ihrer Vision , so Helma Kurz in einem Nachgespräch“ auch noch erfüllen werde, nämlich, dass wir bald einen großen multikulturellen Kinderchor in Feuchtwangen haben werden, als unseren ganz speziellen Beitrag zur Verständigung und zum harmonischen Miteinander aller Bevölkerungsgruppen unserer Stadt.
Der Artikel von Volker Schmitt erschien am 14. Dezember 2009 in der Fränkischen Landeszeitung |