| FESTIVAL DER KLÄNGE UND RYTHMEN |
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Bewegter dritter Kindermusiktag des Feuchtwanger Sängermuseums in der Bauakademie
Als eine tolle Abwechslung zum Schulunterricht bezeichnete eingangs der städtische Jugendreferent und Stadtrat Georg Sperling die Kindermusiktage. Aktiv etwas zu machen und eigene Projekte zu entwickeln, dies könne den Kindern und Jugendlichen bei dieser Aktion gut vermittelt werden. In den Augen der Kleinen könne man ablesen, deren Begeisterung greifbar sei, betonte Sperling und sprach den Organisatoren und vielen ehrenamtlichen Helfern für deren Engagement ein großes Lob aus. Die Teilnehmer, Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren, wurden zunächst von „Wickie und den starken Männern“ im Garten der Bauakademie mit allerhand Schabernack willkommen geheißen. Die Schauspieler des Kreuzgangensembles stimmten ein Wickinger-Lied an und forderten die Besucher zum Mitsingen und Mitklatschen auf. Anschließend wünschte Intendant Johannes Kaetler den Buben und Mädchen noch einen abwechslungsreichen Nachmittag., und Initiator Norbert Schmidt vom Sängermuseum informierte über die Spielstationen. Rasch hatte sich an 15 Stationen ein großer Andrang gebildet, wobei die „Favoriten“ von den Kindern schnell ausgemacht waren, denn der Instrumentenbau von Didgeridoos sowie das Herstellen von Klangspielen waren die Renner. Unter den Fittichen von Charlotte Hammer konnten tolle Klangscheiben kreiert werden. Hierbei mussten viele Nägel in gleichen Abständen auf ein Brettchen gehämmert werden, so das dort später eine Murmel kreisen konnte. Un d nebenan, bei Gertraud Smolka, entstanden aus ein Meterlangen Abflussrohren sowie einem Mundstück aus Bienenwachs in kürzester Zeit „täuschend echte australische Blasinstrumente“ die ein bisschen auch an die bei der Fußball-WM gebräuchlichen Vuvu-Zela-Tröten erinnerten. Diese wurden von den Kindern in Punkttechnik mit verschiedenen Mustern bemalt, die an die Traumzeit der australischen Ureinwohner erinnern sollten. Bumerangs, Emus oder Kangerus zierten nun das Blasrohr. Damit dem Instrument auch die richtigen Töne entlockt werden konnten, musste nun zu Christa Dauberschmidt gewandert werden. Mit viel Puste und Geschick brachten nun die „kleinen Australier“ erste Laute zu Gehör, die sich allerdings zunächst noch wie der schrille Ton einer Vuvu-Zela anhörten. Auch bei anderen Workshops war die Aktualität der Fußball-Weltmeisterschaft erkennbar. So wurde mit Daniela Leder-Gross der WM-Song „ Waka-Waka – This time for Africa“ als Kanon einstudiert, und bei Carola Tank entstand ein fetziger Fan-Rap mit Rasseln, Trillerpfeifen und rhythmischem Klatschen. Weitere Angebote waren „Malen mit Musik“ mit Sibylle Schipper. „Katz und Maus im Musikgarten“ für die jüngsten Gäste mit Sylvia Sauler und Silke Bartz sowie ein spannendes Ratespiel, das von Werner Jakob mit ausgearbeitet wurde. Natürlich durften auch der Trommelworkshop bei Monika Wurst und das Vorstellen von verschiedenen Streichinstrumenten von Achim Lauter nicht fehlen. Beim Ballett unter der Leitung von Birgit Unger legten in erster Linie Mädchn Grazie und Können an den Tag. Bei Kurt Reithofer wurde zum „Floh-Lied“ und zu „Tief in Afrika“ angestimmt. Wer es etwas ruhiger haben wollte, der konnte sich mit Manuela Hök auf eine Reise in ein tibetanisches Kloster begeben, denn sie hatte zahlreiche Klangschalen mitgebracht und diesen mit den Besuchern fremdartigen Töne und Klänge entlockt. Nach gut zwei Stunden hatten es die Kinder geschaft: Ihr Sängerpass – für jede besuchte Veranstaltung gab es einen Punkt in das Büchlein – war nun voll. Als Vertreter der Stadt Sprach dritter Bürgermeister Martin Stümpfig den Kindern und den Organisatoren noch ein großes Lob und Anerkennung aus. Die Kindermusiktage seien eine kulturelle Bereicherung für die Kreuzgangstadt und sollten weiterhin durchgeführt werden. Für die Neuauflage wolle er sich einsetzen, betonte Stümpfig. Zum Konzertfinale des Musiktages versammelten sich die Kinder schließlich mit Eltern und Verwanden im großen Saal der Bauakademie. Das künstlerische Specktrum dort reichte von Klavier- und Chormusik über eine dynamische Trommeleinlage bis hin zu orientalisch-asiatischen Tänzen. Bericht vom 28.06.2010 in der Fränkischen Landeszeitung Mit Genehmigung des freien Autors Erich Herrmann und Bildern des Fotoclubs in Feuchtwangen
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