| 2. Chorfest Romantische Straße in Feuchtwangen |
|
|
|
Es gibt viele Möglichkeiten, Besucher in Museen zu locken. Über eine zusätzliche und dabei unverwechselbare verfügt nur das Sängermuseum: Es kann Chorfeste ausrichten.Also lud die Feuchtwanger Einrichtung der Chorgeschichte, zusammen mit dem Gesang- und Musikverein Feuchtwangen, der Stadt Feuchtwangen und der Touristik-Arbeitsgemeinschaft Romantische Straße für den 4. Juli 2010 zum 2. Chorfest Romantische Straße ein. 26 Chöre rückten an und ließen die Gäste am breiten Spektrum ihrer Tonwelt teilhaben. Dies reichte vom sakralen Liedgut über die Volksmusik und das Volkstümliche, bis hin zu Schlager und Pop. Plätze, Straßen und Gassen atmeten ein besonderes Flair. Das gewann Gestalt sowohl im bunten Gewimmel von Aktiven und Zuhörern, die heiter, ganz ohne Hast und trotzdem zielstrebig von einer Bühne zur anderen strömten, als auch durch die Klänge, die aus fünf von Mauern umschlossenen Bühnen nach draußen drangen, dort zwar verhallten, nicht aber ohne zuvor Festgästen und Ortsansässigen deutlich vernehmbar den Weg zum musikalischen Ereignis gewiesen zu haben. Das Flair vollendete seine Gestalt im Finale, als bekannte Melodien aus vielen hundert Kehlen fröhlich über Feuchtwangens Marktplatz und weit darüber hinaus schallten. Kein Wunder übrigens; denn Gotthilf Fischer - vom Schirmherrn der Veranstaltung, dem Präsidenten des Bayerischen Musikrates, Staatsminister a. D. Thomas Goppel angekündigt – hatte das Podium bestiegen und munter seine Hände zum Dirigat erhoben.Ehe sich der Marktplatz in ein Zentrum des Massengesangs verwandelte, lenkten viele der rund 3000 Gäste ihre Schritte ins Sängermuseum. Sie genossen die chorischen Leckerbissen, die Aktive auf der Museumsbühne kreierten. Und nicht wenige waren dann noch auf ein kulturelles Dessert erpicht. Folglich setzten sie sich ins Verhältnis zur Chorvergangenheit, betrachteten demnach die Museumsschätze und sannen vielleicht sogar über sie nach. Sie partizipierten am Vergnügen, das gemeinsamer Gesang schenkt, genauso wie an Einsichten, die die Historie bereithält. Idee und Initiative zum Fest stammen von Helma Kurz. Und sie trug zudem wesentlich durch ihren finanziellen Einsatz zum Gelingen bei. Ihr gebührt herzlicher Dank. G. Z. |